Zarte Bande… (#Familienmoment)

Kiwikater3

Vor einigen Tage durfte ich Zeuge eines ganz besonderen Momentes werden, der mir gezeigt hat, dass meine Hilfe oft auch gar nicht vonnöten ist. Aber von vorne:

Logo FamilienmomentIch beschrieb euch ja bereits im letzten Post der kleinen Miniserie zum Kiwikater, wie dieser nach Kiwis Geburt erst einmal auf Abstand ging. Dieses neue Menschlein war ihm einfach irgendwie suspekt. Irgendwann ließ er sich aber sogar von der – völlig in ihn vernarrten – Kiwi streicheln und reagierte auch auf ruppiges Verhalten, das ich manchmal nicht schnell genug zu verhindern wusste, ganz sanft und furchtbar lieb. Trotzdem suchte er von sich aus nie die Nähe zu Kiwi, was ich ein bisschen schade fand.

Vor einigen Tagen jedoch, Kiwi spielte gerade mit mir auf dem Boden, bemerkte ich, dass der Kiwikater uns aus einiger Entfernung intensiv beobachtete. Oder eher – er beobachtete Kiwi. Als diese sich dem Kiwikater gewahr wurde, zappelte sie wie immer freudig mit den Beinen und grinste bis über beide Ohren. Der Kiwikater betrachtete sie einen Augenblick und stieß dann ein ganz leises „Miau!“ aus.

Ich kannte diese Art von Miauen sehr gut, denn wir „unterhalten“ uns manchmal so. Oft sehe ich ihn an oder er mich, wir „schmusen kurz mit den Augen“ (schließen diese also langsam halb und ruhig) und manchmal stößt der Kiwikater dann genau dieses kurze „Miau!“ aus, oft gefolgt von einem Kopfstupser oder einer anderen Zuneigungsbekundung.

Dass er nun Kiwi auf diese Art „anmiaute“ zeigte mir, dass er versuchte, mit ihr freundlich in Kontakt zu treten. Kiwi auf der anderen Seite war begeistert von seinem Interesse und lachte ihn an. Der Kiwikater miaute erneut, Kiwi zappelte und strahle. So ging es einige Zeit hin und her. Ich saß daneben und traute mich nicht, mich zu bewegen, in der Angst diesen Moment zu zerstören.

Irgendwann widmete sich Kiwi dann jedoch wieder ihrem Spiel – und wurde dabei noch einige Zeit beobachtet. Dann stand der Kiwikater auf, tapste zu uns herüber und setzte sich wieder hin – dieses Mal jedoch etwa einen Meter von Kiwi entfernt und mit dem Rücken zu ihr. Das fand ich im ersten Moment schön, aber, dass er mit dem Rücken zu ihr saß, wusste ich nicht ganz zu deuten. Ich war verwirrt. Wollte er nun ihre Nähe oder nicht? Er kam mir irgendwie zwiegespalten vor.

Ich googelte dieses Verhalten einige Zeit danach in einer ruhigen Minute. Und tatsächlich fand ich heraus, dass die Situation genau so zu deuten war: Der Kiwikater wollte in Kiwis Nähe sein, aber er wollte von ihr in Ruhe gelassen werden (also nicht angefasst werden) und zeigte ihr sein Vertrauen, indem er ihr den Rücken zukehrte.

Ich fand diesen Moment total schön und beobachte seitdem immer öfter, wie der Kiwikater Kiwi nicht nur ausweicht oder ihre Anwesenheit duldet, sondern sie neugierig beobachtet und manchmal auch ein bisschen ihre Nähe zu suchen scheint. Ich bin gespannt, wie es mit den beiden noch weitergeht 🙂

Mehr #Familienmomente findet ihr wie immer bei Küstenkids unterwegs.

9 thoughts on “Zarte Bande… (#Familienmoment)

  1. Ach wie schön … so ähnlich fing es mit Krümelchen und unserer Madame Katz auch an und das Verhältnis wird von Tag zu Tag inniger. Ich finde es ganz wundervoll, zu sehen, wie sie sich ohne äußeres Zutun arrangieren und teilweise sogar richtig schön spielen 🙂

    Liebste Grüße,
    Jessi

    1. Ja, das ist wirklich schön zu beobachten. Irgendwie habe ich oft gedacht, ich müsste die beiden dabei unterstützen, aber ich glaube, meine Hilfe ist überflüssig! 😀

  2. Wie schön 🙂 Auch bei uns geht es diese Woche um tierische Momente :-). Lustig, nicht? Wir hatten ja auch Startschwierigkeiten, unser Hund meidete Mäusekind zu Anfang auch wie es nur ging. Aber von Tag zu Tag taute er mehr auf, Tiere brauchen eben auch ihre Zeit, bis sie das quietschende, unkoordinierte Geschöpf richtig einordnen können ;-). Totoal schön, dein Familienmoment!

    1. Ja, wirklich witzig! 🙂
      Das mit den Bewegungen stimmt, davon lässt sich der Kiwikater auch immer noch sehr irritieren. Kiwi freut sich aber einfach immer so, wenn sie ihn sieht, hihi!

  3. Oh, so ein zarter und bedeutsamer Moment! Ich wünsche den Beiden noch eine ganz lange und tiefgehende Freundschaft – der erste Schritt ist gemacht 🙂

    Herzliche Grüße
    Eure Küstenmami

  4. was für eine tolle kleine Kater-Kind Serie! Ich liebe Katzen und noch mehr, wenn sie sich -wie dein Studentiger- so „einfach“ an diese doch große Umstellung gewöhnen. Bin gespannt wie es weitergeht und dann der erste Kindergeburtstag mit Gästen? und Katze aussehen wird. Das wäre ja dann nochmal eine „ungewöhnliche“ Situation für den Kiwikater. Aber bis dahin ist ja noch Zeit für die Beiden zum Kennenlernen!

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