Unser #Familienmoment Nr. 6 – „Plötzlich ganz alleine“

Logo FamilienmomentBei unserem #Familienmoment in dieser Woche geht es um das erste Alleinesein und eine plötzliche, ganz unerwartete Sehnsucht. Aber lest selbst:

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Kiwi schläft schlecht. Und damit meine ich so richtig, richtig schlecht. In der Nacht von Sonntag auf Montag ist sie aufgewacht, als wir gegen 12 Uhr ins Bett gegangen sind und erst wieder um 2 Uhr eingeschlafen. Ähnlich war es in den Nächten davor und auch die Tage sind nicht wirklich besser.

Dazu muss man sagen, dass Kiwi vor unserem Umzug immer in ihrem eigenen Bett direkt neben mir geschlafen hat. Nach dem Umzug war es allerdings ein wenig organisatorischer Aufwand, ihr Bett neben unseres zu platzieren (denn dazu mussten erstmal Millionen von großen blauen Müllsäcken, in denen unsere Klamotten lagerten, ausräumen). Außerdem dachten wir, dass sie sich erst an die neue Umgebung gewöhnen musste und nahmen sie mit in unser Bett.

Zunächsten staunten wir nicht schlecht: Kiwi schlief wie gewohnt zwischen 18/19 Uhr ein und – jetzt kommt’s – schlief bis morgens um 9 Uhr durch! Wahnsinn! Das Gleiche wiederholte sich am nächsten Tag und wir waren kurz davor, das Familienbett einzuführen. Blöderweise schliefen wir zwar länger, aber wesentlich schlechter (trotz sehr breitem Bett). Trotzdem ließen wir die kleine Maus bei uns, doch die nächsten Nächte wurden wieder schlechter. Wir legten sie also wieder in ihr Bettchen, aber von einer einigermaßen erholsamen Nacht waren wir weit entfernt.

Das Problem: Kiwi wachte immer auf, wenn wir ins Bett gingen. Obwohl wir schon sämtliche elterlichen Ninja-Skills einsetzten, weckte sie das kleinste Geräusch aus ihrem Schlaf.

Wir fassten daraufhin den Entschluss zu versuchen, sie in ihrem eigenen Zimmer schlafen zu lassen. Tatsächlich hatten wir das noch gar nicht vorgehabt, sondern wollten sie das erste Jahr bei uns behalten. Aber einen Versuch war es wert und da Kiwi bereits einige Male tagsüber auf ihrer Kuschelecke (die werdet ihr diesen Freitag kennenlernen 🙂 ) geschlafen hatte, kannte sie die Umgebung bereits.

Als wir dann am Montagabend in unser Schlafzimmer kamen fiel mein erster Blick in unser Bett. Keine Kiwi. Auch das Kinderbett war leer.

Bei diesem Anblick zog sich mein Herz kurz zusammen. Auch Kiwipapa wirkte ein wenig bedrückt.

Wir machten uns bettfertig und legten uns hin.

„Sie ist gar nicht da…“, sagte ich nur irgendwann in die Dunkelheit.

„Ich vermisse sie“, erwiderte Kiwipapa.

„Wir können sie jetzt nicht wieder rüberholen. Sie schläft in ihrem Zimmer bestimmt viel besser als hier. Wir stören sie immer.“

„Ja, stimmt schon…“

Verkehrte Welt! Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen 😉

In dieser Nacht – wir konnten uns noch einmal beherrschen und ließen sie in Ruhe in ihrem Zimmer schlafen – schlief Kiwi von 18.30 Uhr bis 4.15 Uhr, ohne auch nur ein Mal wach zu werden (zumindest vermeldete das Babyphone nichts). Danach wurde sie gestillt und ich war irgendwie froh, dass sie danach ein wenig Probleme hatte, wieder in ihrem Zimmer einzuschlafen und ich sie wieder mit in unser Bett nahm. Da schlief sie dann auch friedlich weiter.

Nie, nie, nie im Leben hätte ich vor Kiwis Geburt gedacht, dass es uns einmal schwerer fallen würde als ihr, wenn sie in ihrem eigenen Zimmer schlief! Aber ich denke, sie schläft so tatsächlich besser. Mal sehen, wie die heutige Nacht wird! Ich werde sie sicherlich vermissen, wenn ich nachher ins Bett gehen werde. Ach ja… 🙂

Mehr #Familienmomente gibt’s wie immer bei Küstenkids unterwegs!

4 thoughts on “Unser #Familienmoment Nr. 6 – „Plötzlich ganz alleine“

  1. Ach, das kann ich verstehen! Manchmal kommt mir mein kleines Küstenmädchen sogar weit weg vor, wenn sie neben mir liegt und nicht auf mir drauf… Verrückt, oder?

    Alles Liebe für Euch, Küstenmami

    1. Ja das kann ich mir gut vorstellen! Ich war Letztens auch schon fast ein bisschen traurig, als ich mich neben sie legte, sie kurz mit mir kuschelte, sich dann aber auf die andere Seite drehte und einschlief. Sonst brauchte sie mich immer ganz ganz nah bei ihr. Ach ja, sie werden groß 😉

  2. Ohja, das kenne ich auch. Bevor ich Mama war, kam ein Familienbett nie in Frage für mich. So ein Hippie-Ding 😉 Irgendwie war es in meinem Umfeld verpönt und man galt als schwach, wenn man das Baby nicht ins eigene Zimmer abschob. Solange ich keine Kinder hatte, hab ich das nie hinterfragt. Seit die Maus da ist, versteh ich dieses Denken gar nicht mehr. Ich finde jede Familie muss selbst entscheiden, was die beste Möglichkeit für alle ist. Unsere Kleine hat bis zum 13. Monat bei uns geschlafen. Und die erste Nacht ohne sie war für mich vollkommen strange. Ich hab sie sehr vermisst, aber zugegebenermaßen viel besser geschlafen. Fühlte mich viel erholter am nächsten Morgen. Aber man muss sich wirklich erst wieder daran gewöhnen sein Bett für sich zu haben.

    1. Das muss absolut jeder für sich selbst entscheiden, das sehe ich genauso. Vor Kiwi dachte ich auch mal ne Zeit lang „Warum eigentlich nicht gleich ans eigene Zimmer gewöhnen?“ Äh… ja ne, das ging dann nicht 😉 Ich bin auch immernoch etwas überrumpelt davon, dass sie jetzt plötzlich nicht mehr bei uns schläft. Aber morgens hol ich sie dann immer zu uns ins Bett, das ist dann umso schöner 🙂
      Aber erholter bin ich auch, absolut!

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