Tipps für den Alltag mit Baby – #4 (Die Chillout-Höhle)

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Die Situationen, wenn unsere süßen Mäuse mal so richtig „über den Punkt“ sind, kennen wir wohl alle.

Da wird gequietscht, gestrampelt und Quatsch gemacht was das Zeug hält, obwohl jetzt eigentlich dringend ein ausgiebiges Nickerchen oder sogar der Nachtschlaf nötig wären. Blöderweise hat man jedoch den Punkt verpasst, an dem man seinen kleinen Schatz eigentlich hätte bereits ins Bett legen sollen oder das Baby wurde von irgendetwas so aufgedreht, das an Schlaf gar nicht zu denken ist.

Manchmal waren die zu verarbeitenden Reize des Tages auch einfach zu viel.

In solchen Situationen begeben Kiwi und ich uns häufig in unsere „Chillout-Höhle“, in der es sich – meistens – gut wieder runterkommen lässt.

Das Prinzip ist total simpel:

Ich lege Kiwi neben mich auf das Sofa und schnappe mir die leichte Decke, die dort griffbereit liegt. Diese breite ich über uns aus und halte sie an unseren Köpfen in die Höhe, so dass eine Höhle entsteht. Geräusche von außen werden gedämmt. Licht fällt nun nur noch schwach durch die kleinen Öffnungen der gehäkelten Decke und Kiwi beginnt meist sofort, mit ihren Händen die Struktur des Stoffes über sich nachzufahren. Dadurch, dass die Decke so luftig ist, bleibt die Luftzirkulation weiterhin erhalten. Trotzdem sollte man natürlich je nach Decke auf genügend Öffnungen nach draußen achten.  Außerdem ziehe ich Kiwi die Socken aus, denn sie liebt es, die Decke auch mit den Füßen zu erkunden.

In dieser Höhe betrachten wir dann gemeinsam einzelne Fäden, die sich aus der Decke gelöst haben, befühlen oder spielen mit dem Stoff, während wir nebenbei ein wenig kuscheln. Nicht immer, aber sehr oft, merke ich dann, wie sich Kiwi nach einiger Zeit deutlich entspannt. Manchmal fängt sie sogar an, zu gähnen oder sich die Augen zu reiben.

Unser Spiel dauert meist etwa 5 bis 10 Minuten und hat in etwa 90% der Fälle eine wesentlich ausgeglichenere Kiwi zur Folge, die sich dann sogar ins Bett bringen lässt oder zumindest wesentlich bessere Laune hat.

Gerade bei sensibleren Kindern, für die die äußeren Reize schnell zu viel werden (so wie es auch oft bei Kiwi der Fall ist), bietet sich diese Möglichkeit auch einfach mal für Zwischendurch an.

Habt ihr auch solche „Ruheorte“ bei euch zu Hause oder noch einen ganz anderen Tipp, ein überdrehtes Baby zu entspannen?

 

(Habt auch ihr einen tollen Tipp für den Alltag mit Baby, den ihr mit anderen teilen wollt? Dann immer her damit! Wie das geht erfahrt ihr hier: *klick*)

2 thoughts on “Tipps für den Alltag mit Baby – #4 (Die Chillout-Höhle)

    1. Ich muss ganz ehrlich sagen, mir tut das manchmal auch ganz gut. Es ist gut, dass ich die Decke immer hochhalten muss, sonst würde ich wahrscheinlich selbst einschlafen 😉

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