Wie fühlen sich Wehen eigentlich an?

Tasche

 

– Schwangerschaftsrückblick Teil IV –

„So, ich glaube, es ist soweit.“

Hochschwanger lag ich auf der Couch, Kiwipapa neben mir und sah mich etwas verdutzt an. Eine bedeutungsschwangere Stille breitete sich aus. Dann sagte ich mit ernster Stimme:

„Wir müssen die Kliniktasche packen.“

Etwa drei Wochen vor dem errechneten Termin hatte ich langsam das Gefühl, mich final auf die Geburt vorbereiten zu müssen. Real fühlte sie sich trotzdem noch nicht an. Geschweige denn das, was danach kommen sollte.

Um nicht völlig von den kommenden Ereignissen überrumpelt zu werden, wollte ich also zumindest mit ruhigem Gefühl ins Krankenhaus fahren können, wenn es denn soweit ist. Seltsamerweise hatte ich überhaupt keine Angst vor der Geburt. Ich sehnte sie mir zwar noch nicht vorbei – denn, hey, die Schwangerschaft war mittlerweile zwar schon irgendwie „beschwerlich“, aber die ersten paar Monate waren mir noch allzu präsent – aber noch sah ich sie mehr wie ein „sportliches Ereignis“, dem ich mich stellen wollte.

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Endlich durchatmen!

Rückblick Teil III

 

– Schwangerschaftsrückblick Teil III –

Ich berichtete ja bereits vom legendären Wendepunkt in Punkto Übelkeit. Eigentlich hätte ich mir das Datum rot im Kalender ankreuzen müssen, aber wenn ich mich recht entsinne, begann sie gegen Ende des zweiten Trimesters zu verschwinden.

Und ich konnte es endlich genießen, schwanger zu sein!

Zwar kamen neue Wehwehchen wie Sodbrennen dazu, aber alles war besser als das, was ich in den vorherigen Monaten durchgemacht hatte. Das hatte zur Folge, dass ich meiner Frauenärztin immer freudestrahlend von meinen aktuellen „Beschwerden“ erzählte und anschließend immer hinzufügte: „Aber keine Übelkeit!“.

Und so wurde mein Bauch runder, ich zufriedener und wir begannen mit der Anschaffung der Erstausstattung. So sehr hatte ich mich auf den ersten Besuch im Babyladen gefreut, bei dem wir auch tatsächlich etwas kaufen wollten. Ich war ganz aufgeregt, als ich den Laden betrat und irgendwie auch stolz, diesen als „richtiger Kunde“ zu betreten. Mein Bauch fühlte sich an wie eine Art Eintrittskarte in die Welt der Babyausstattung. Ob Kiwi wohl irgendeine Ahnung hatte, wie viel Spaß es mir machte, alles für ihre Ankunft vorzubereiten?

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„Du bist schwanger und nicht krank!“

Übelkeit

– Schwangerschaftsrückblick Teil II –

Da war sie also, die Schwangerschaftsübelkeit. Ich hatte gehofft, sie nicht kennenzulernen, denn mich übergeben zu müssen war mir schon immer ein Graus.

Es begann mit einem leicht mulmigen Gefühl im Magen und steigerte sich relativ schnell, bis ich eines morgens vor der Arbeit auf die Toilette sprinten musste. Mein Mann betrachtete mich mitleidig, als ich aus dem Bad trottete, weil er wusste, wie furchtbar ich es fand, mich übergeben zu müssen. Leider brachte auch das nur kurz Erleichterung, die Übelkeit an sich blieb und ich meldete mich krank.

Am nächsten Tag musste ich mich noch immer krank melden.

Und am darauffolgenden Tag… …WEITERLESEN…

Ich bin schwanger! … echt jetzt?

– Schwangerschaftsrückblick Teil I –

„Na gut, dann mach ich halt mal nen Test.“, dachte ich völlig unenthusiastisch, nachdem ich nun doch schon ein paar Tage „drüber“ war.

Dazu muss ich sagen: Ich hatte mir BEVOR wir tatsächlich damit begonnen hatten zu üben bestimmt vier oder fünf Mal in unserer Beziehung (dieses Jahr sind es 10 Jahre) eingebildet schwanger zu sein, obwohl es „in der Theorie“ gar nicht hätte sein können – und es auch nicht war. Meine eingebildeten Schwangerschaften versorgten mich dabei stets mit allerlei Schwangerschaftssymptomen, die allerdings nach jeden negativen Test sofort wieder verschwanden. „Ich wollte ja eigentlich auch noch gar kein Kind“, ging es mir dabei immer irgendwie tröstend durch den Kopf. Und auch der Kiwipapa schien immer etwas enttäuscht.

Warum wir nicht einfach loslegten, wenn wir doch beide gern ein Kind wollten? Dazu sind wir zu große Vernunftsmenschen. Schule, Studium, gesicherter Job und ein Jahr arbeiten – das waren unsere Voraussetzungen für ein gemeinsames Kind (geheiratet wurde zwischen Phase 2 und 3 auch noch 🙂 ). Tatsächlich haben wir auch beide unser Bestes gegeben, um dieses Ziel so schnell wie möglich zu erreichen.

Und jetzt war es also soweit. Ich war 27, mein Mann 29, unsere Ziele waren erreicht, wir legten los. Und von den erwarteten „Scheinschwangerschaftssymptomen“ (davon ging ich fest aus) merkte ich – nichts.

Weder war mir übel oder schwindelig, ich war nicht müdig oder launisch, mein Bauch fühlte sich völlig normal an. Ich war so felsenfest davon überzeugt NICHT schwanger zu sein, dass ich den Test immer weiter hinauszögerte, weil ich mir albern vorkam. Beim ersten Versuch wird’s doch sowieso nicht gleich geklappt haben, dachte ich mir. Nur der Kiwipapa wurde langsam ungeduldig und äußerte zu meinem Erstaunen immer wieder, wie fest er davon überzeugt ist, dass es geklappt hat (typisch Mann! 😉 ).

Also schlurfte ich nach oben ins Bad. Ganz gelassen, ganz ruhig und ein bisschen stolz darauf, die ganze Sache dieses Mal so „cool“ anzugehen. Ich machte den Test in aller Ruhe, legte den Streifen auf das Waschbecken und sah auf die Uhr. Ich wusste, was nun kommen würde: 5 Minuten sollte ich waren. Ich würde das Bad verlassen, um zu warten, aber immer wieder hineinrennen und auf den Streifen schauen. Ich würde hibbelig hin und her laufen, mit Kiwipapa alle „Was-wäre-wenn“s durchgehen und dann nach den fünf Minuten irgendwie eine Linie mit meinen Augen in diesen dämlichen Streifen brennen wollen. …WEITERLESEN…