Papierkram vor der Geburt

Anträge

So ein Baby bringt nicht nur Freude und Glück in ein Leben, sondern auch etwas anderes, dessen Umfang mich etwas überraschte – Bürokratie!

Sich durch diesen Dschungel an Anträgen zu schlagen war gar nicht so einfach, deshalb dachte ich mir, ich lasse das Wissen, das ich mir mühsam in der Schwangerschaft angelesen habe, nicht einfach im Nirvana verpuffen. Bevor ich in den nächsten Posts noch genauer auf Themen wie Elterngeld, Elternzeit, Kindergeld und Co. eingehen werde, hier erst einmal eine kurze Übersicht, wie ich den ganzen Papierkram organisiert habe.

1. Tipp: Bereitet eure Unterlagen bereits in der Schwangerschaft vor!

Der wohl wichtigste meiner Tipps gleich zu Beginn. Ich fand das ganze Anträge-Raussuchen-und-Ausfüllen nämlich wirklich gar nicht so einfach und hätte in den ersten Tagen nach der Geburt sicherlich keinen Kopf und keine Zeit dafür gehabt. Meinem Mann hätte ich das Ganze auch nicht überlassen können, weil der als Angestellter nicht so wirklich einen Einblick in meine „Beamten-Welt“ hat. Ich habe alle Anträge also schon vor der Geburt so weit wie möglich ausgefüllt, in Klarsichthüllen verpackt und zu jedem Antrag einen kleinen Zettel geheftet, auf dem steht, welche Punkte noch fehlen (z.B. Kiwis Daten) und welche Unterlagen (z.B. Geburtsurkunden) noch beizufügen sind. Das habe ich dann alles in einem Schnellhefter verstaut und konnte den Punkt in meinem Kopf erstmal bis zur Geburt abhaken.

2. Tipp: Ruft bei den Behörden an.

Ich habe glaube ich so jede Behörde, an die irgendein Antrag geschickt werden sollte, mindestens zwei Mal angerufen, um Fragen zu den Anträgen zu klären und mich dann nach der Geburt zu versichern, dass ich jetzt auch wirklich alle Unterlagen zusammenhabe. Der letzte Anruf war unnötig meint ihr? Falsch gedacht! Bei fast jedem Telefonat wurde noch irgendetwas erwähnt, was ausgefüllt/anders ausgefüllt oder noch beizufügen ist, von dem vorher nie die Rede war. Aber: Alle waren immer freundlich und bemüht! Habt also keine Scheu!

3. Nehmt euer Familienstammbuch (mit euren Geburtsurkunden und Eheurkunde) mit ins Krankenhaus.

Ihr werdet in den meisten Krankenhäusern die Gelegenheit haben, die Geburtsurkunde für euren Schatz zu beantragen. Dafür braucht ihr aber euer Stammbuch. Anschließend stellt das für euch zuständige Standesamt dann die Geburtsurkunde aus und benachrichtigt euch, wenn diese fertig ist (in der Regel zwei Wochen hier in der Gegend). So jedenfalls in der Theorie. Bei uns hat scheinbar noch eine Urkunde gefehlt, wir wurden jedoch nicht benachrichtigt und haben dies erst erfahren, als wir selbst angerufen haben.

4. Denkt an eure Versicherungen!

Euer Nachwuchs muss nicht nur Krankenversichert werden. Wenn ihr eine Haftpflichtversicherung habt, muss er da z.B. auch mit drin sein. Uns wurde außerdem empfohlen, so schnell wie möglich eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Die soll wohl besonders günstig sein, wenn man sich beeilt. Sind ja noch keine Zähne da 😉

Soviel erstmal als Überblick! 🙂

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