Meine Top Ten der #muddimutation – Blogparade

Blogparade-Muddi-Mutation

Die wundervolle Anna von Neverlookedsobeautiful hat zur Blogparade aufgerufen! Thema sind die Veränderungen und Marotten, die sich so langsam aber sicher in den „Mutti-Alltag“ geschlichen haben.

In meinen Top Ten der #muddimutation finden sich so einige Marotten, plötzliche Empfindlichkeiten aber auch neugewonnene Skills, über die sich mal altes Ich wohl sehr gewundert hätte. 😉

—-

1. Ninja-Mode

Ich verfüge seit Kiwis Geburt über eine Art Ninja-Mode, wenn es darum geht, sich möglichst leise vom schlafenden Baby zu entfernen. Ich kann mich noch an die ersten Tage nach Kiwis Geburt im Krankenhaus erinnern – mit Großbaustelle direkt vor dem Fenster. Inklusive Presslufthammer. Mein erster Gedanke war nur: „Wie soll denn HIER ein Baby schlafen können?!“

Glücklicherweise hat die frisch geschlüpfte Kiwi sich rein gar nicht an den Geräuschen gestört. Das änderte sich jedoch mit der Zeit sehr (es sei denn, sie befindet sich im Tiefschlaf).

Mit dem Ring an die Türklinke stoßen, auf ein Knistertuch treten oder ruckartige Bewegungen beim Rausschleichen aus dem Kinderzimmer? Anfängerfehler! Mit meinem neuen Ninja-Mode könnte ich vermutlich jeden Garrett vor Neid erblassen lassen. 😉

2. Struktur und Disziplin

Ich beschrieb euch ja schon einmal, dass ich in gewissen Dingen vor Kiwis Geburt eher von der organisierten Sorte war (und es jetzt leider nicht mehr wirklich bin). Dafür gehe ich mittlerweile andere Dinger wesentlich strukturierter an als zuvor.

Tagesrhythmus? Gab’s bei mir früher nicht. Da mein Job als Lehrerin zu unterschiedlichen Zeiten begann und endete, hatte sich da nie so ein fester Tagesablauf eingependelt (nicht, dass ich es nicht versucht hätte). Jetzt jedoch ist ein solcher Rhythmus einfach für Kiwis Wohlbefinden furchtbar wichtig. Man merkt schnell, wenn sie aus ihrer Routine raus ist – und mittlerweile merke ich das bei mir selbst auch.

Außerdem gibt es Dinge, bei denen muss man als Mutter einfach diszpliniert sein, wenn man nicht im völlig Chaos versinken will. Ich versuche z.B. immer abends zumindest den Wohn-Koch-Essbereich (das ist in unserem Haus quasi ein großer Raum) aufzuräumen. Auch der Geschirrspüler wird jeden Abend angestellt. Das ist etwas, was ich früher niemals gemacht hätte. Vor allem nicht in Anbetracht der Tatsache, dass es am nächsten Tag schon wieder so aussieht, als hätte eine Bombe eingeschlagen. 😉

3. „Schatz! Räum mal bitte die Playstation in den Schrank!“

Bei den Wohnzimmermöbeln mag ich es eher schlicht. Kein Wunder also, dass wir keine klassisch kompakte Schrankwand besitzen, sondern nur zwei unterschiedlich hohe weiße Lowboards. Da wir technikverliebt sind, sind auf diesen Möbeln die Playstation, der Center und der AV-Receiver untergebracht. Fand ich immer unheimlich schick so.

Wie unpraktisch so ein Aufbau ist, merkt man allerdings erst, wenn das eigene Kind damit beginnt, sich überall hochzuziehen, an sämtlichen Kabeln zu reißen oder auf allem herumzutrommeln, was sich ihm so in den Weg stellt. Die traurige Erkenntnis also: Die Playstation muss wohl oder übel bald IN den Schrank wandern und einige andere Dinge umgestellt werden.

4. Weichspülerliebe

Seit meiner Schwangerschaft schon habe ich eine plötzliche Sucht nach Weichspülergeruch entwickelt. Oder überhaupt nach dem Geruch gewaschener Wäsche. Ich inhaliere diesen Duft quasi und mache nichts lieber als Wäsche zu waschen! Leider komm ich viel zu selten dazu 😉

5. Haben Sie auch schicke Jogginghosen?

Ein, seien wir ruhig drastisch, „optischer Verfall“ hat sich ebenfalls bemerkbar gemacht – und dafür mache ich unter anderem meinen plötzlichen Kaiserschnitt verantwortlich. Denn danach musste ich einfach möglichst weite, bequeme Hosen tragen… und habe mich irgendwie zu sehr daran gewöhnt. Mit Jogginghose hätte ich früher nicht einmal dem DHL-Mann die Tür aufgemacht! Mittlerweile ziehe ich zu Hause kaum etwas anderes an.

Ich bin ja immer noch auf der Suche nach einer richtig schicken, bequemen Jogginghose, die man unauffällig auch draußen tragen könnte. Bisher bin ich noch nicht fündig geworden. 😉

6. Babys, Babys, Babys

Eine Sache habe ich mit Nätty von Bilderbuchbaby absolut gemein (zumindest, was diese Liste angeht, ist es nur eine 😉 ): Ich mag Babys.

Tatsächlich mochte ich Kinder schon immer total gerne  – so etwa ab einem Jahr. Babys fand ich zwar ganz niedlich, konnte mit ihnen aber irgendwie nie so richtig etwas anfangen. Sie waren mir nicht unsympathisch, aber wenn ich mir während meiner Schwangerschaft in meinem Kopf beispielsweise ausmalte, wie Kiwi wohl aussehen würde, war sie immer ein Kleinkind.

Das hat sich mittlerweile aber schlagartig geändert. Wenn irgendwo ein Baby ist, fällt es mir schwer, die Augen von ihm zu nehmen. Soooo niedlich!

7. Ey! Warnung bitte!

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich meiner Schwester dem Film „Blair Witch Project“ auslieh (als sie schon ein Kind hatte) und sie ihn mir einige Zeit später mit den Worten: „Kann ich nicht gucken. Ist mit Kindern.“ zurückgab. Ich wusste erst gar nicht, was sie meinte, da fiel mir eine bestimmte Szene mit Babygeschrei wieder ein. Aber es war nur eine Szene. Alle meine Versicherungen, dass danach nie wieder etwas derartiges in dem Film vorkäme führten zu nichts, der Film wurde nicht weitergeschaut. Das fand ich damals irgendwie albern… und kann es heute total nachvollziehen.

Ich wäre ganz ehrlich für eine massive Warnung bei jedem Film und jeder Serie, wenn traurige, dramatische oder gar brutale Szenen vorkommen, in denen Kindern involviert sind. Ich meine, hallo? Geht’s noch? Das kann sich doch keiner angucken! (Beim letzten Teil von „Tribute von Panem“ wäre ich deswegen übrigens beinahe tränenüberströmt aus dem Kinosaal geflüchtet. Jeder der den Film kennt, weiß was ich meine…)

8. Löwenmama mit Baseballschläger

Vor Kiwis Geburt hätte ich mich nicht unbedingt als „mutig“ bezeichnet. Zumindest nicht in Situationen, in denen es tatäschlich um körperliche Auseinandersetzungen geht.

Mein altes Ich hätte daher wahrscheinlich nicht schlecht gestaunt, wenn es mir dabei zugesehen hätte, wie ich eines nachts mit Baseballschläger bewaffnet im Flur stand, meinem Mann zurufend, er solle auf Kiwi aufpassen, weil ich dachte, Einbrecher gehört zu haben. (Es war übrigens nur der Kater… 😀 )

9. Stille ist das neue fernsehen

Früher lief der Fernseher wenn ich zu Hause war den ganzen Tag. Ich sah natürlich nicht immer hin und oft war er auf ziemlich leise eingestellt, aber er lief andauernd. Irgendwie brauchte ich dieses Hintergrundgeräusch.

Da Kiwi jedoch, wie wohl jedes Kind, fast hypnotisch von diesem Ding angezogen wird, bleibt er seitdem aus. Auch, wenn sie schläft. Das normale Fernsehprogramm kenne ich mittlerweile überhaupt nicht mehr, denn WENN er denn an ist, dann nur, um Serien oder Filme zu schauen bzw. zu streamen. Nicht unbedingt die schlechteste Veränderung. 🙂

10. „Wollen wir lecker essen gehen?“ „Bitte nicht…“

Früher ging ich wahnsinnig gern essen. Sei es mit der ganzen Familie oder nur mit meinem Mann oder einer Freundin. Ein Restaurantbesuch kam sehr regelmäßig vor. Mittlerweile ist mir genau das ein Graus.

Warum? Weil die normalen „Wir gehen essen“-Zeiten immer genau mit Kiwis Schlafenszeiten kollidieren. Das Essen selbst wird von uns sowieso nur noch schnell heruntergeschlungen und anschließend die übermüdete Kiwi bespaßt. Unterhalten kann man sich dann sowieso nicht wirklich mit den anderen Leuten. Das finde ich persönlich ziemlich schade, hoffe aber, dass es irgendwann wieder besser wird. 🙂

So! Das waren meine Top Ten zur #Muddimutation. Ihr wollt noch mehr? Dann schaut mal bei Anna vorbei! Dort haben noch viele andere Blogs ihre Marotten und Veränderungen geteilt. Es lohnt sich!

6 thoughts on “Meine Top Ten der #muddimutation – Blogparade

  1. Liebe Steffi, herrlich Dein Beitrag, ich habe mich köstlich amusiert und teilweise auch selbst wiedererkannt! Der Ninja-Mode, einfach nur genial und ja, auch wir räumen hier sämtliche Kabel aus dem Weg, Filme mit grausamen Kinderszenen werden hier schon lange nicht mehr geschaut und dass man als Mama zur Löwin wird, ist ebenfalls eine Mutation, die ich selbst an mir auch sehr begrüße. Man wächst eben über sich hinaus :-). Ganz lieben Dank fürs Teilnehmen, Dein Text bringt wieder ganz neue Aspekte zu Tage, einfach wunderbar! Was das Aufräumen angeht, da kann ich mir allerdings noch eine Scheibe vo dir abschneiden ;-).
    Liebste Grüße Anna

    1. Freut mich, dass dir der Text gefallen hat! Das Thema war ja auch echt einladend 🙂
      Und was das Aufräumen angeht: Ich versuche es jeden Abend, das klappt aber auch nicht immer. Manchmal ist man auch einfach völlig fertig und dann geht’s ab mit Choco Crossies auf die Couch ne schöne Serie gucken 😉

  2. Hoffentlich hat der Kater nichts vom Baseballschläger abbekommen?! 😉
    Die Punkte 1 bis 10 kommen mir irgendwie bekannt vor 🙂 (ausser 8 – besitze leider keinen Baseballschläger, nur ein Nudelholz)

    1. Nee, der hatte sich schon verzogen, nachdem er solchen Radau gemacht hatte 😀
      Nen Baseballschläger besitzen wir, seit in der Nachbarschaft mehrmals eingebrochen wurde. Er dient glaube ich eher zu meiner eigenen Beruhigung und wahrscheinlich ist ein Nudelholz im Hausinneren auch viel effektiver! 😉

  3. Oh man. Das sind mal wieder alles Treffer! Ja, das könnte in jedem Punkt ich sein. Bin auch eine Löwenmama geworden und hab in Gedanken schon die grimmige Bulldogge, die mein Mädchen angeknurrt hat mit bloßen Händen erwürgt. Ich war bereit sofort dazwischenzuspringen, wenn das Tier meiner Kleinen zu nahe gekommen wäre.
    Und Punkt zwei. Das kommt mir so bekannt vor. Ich hatte nie irgendwelche Routinen, Rituale oder gar feste Essens- oder Aufstehzeiten vor allem nicht am WE. Das fällt mir auch immer noch schwer diese festen Zeiten einzuhalten, aber meinem Bilderbuchmädchen tut das so gut. Also, was muss, dass muss 😉
    Und Filme, in denen Kinder verletzt oder gar getötet werden. Neeeiiiin, das geht gar nicht mehr. Ich glaub in der vorletzten oder letzten Staffel von GoT … Oh man, ich hätte diese rote Priesterin am liebsten zu Tode gequält :/
    GoT ist in dieser Hinsicht aber echt hart :(((
    Ja, und auch bei Punkt zehn bin ich dabei … Mittags essen gehen, ist auch nicht mehr so unser Ding. Der Mittagsschlaf, Sie wissen schon 😉
    Den Ninja-Modus aus Punkt eins brauche ich derzeit auch wieder jede Nacht. Nicht schön … Aber hoffentlich ist es mal wieder nur eine Phase. Ganz liebe Grüße!!

  4. Oh Gott, das mit der Bulldogge stell ich mir fies vor! Ich glaub, da wär ich innerlich auch schon mal auf Angriff gegangen…
    GoT ist wirklich heftig. Genau die Folge, die du beschrieben hast, haben wir uns dann übrigens als erste GoT Folge nach Kiwis Geburt angeguckt. Ich hatte danach echt keine Lust mehr… Wir gucken grad die ganzen Staffeln wieder von vorne und einige Dinge sieht man jetzt echt noch mit ganz anderen Augen (oder guckt lieber gleich weg).
    Der Punkt trifft mich echt hart, weil mir vorher gar nicht bewusst war, wie viele Szenen es in Filmen oder Serien gibt, die man jetzt als Mama (und auch als Papa übrigens, Kiwipapa mag das auch gar nicht) kaum aushält. Dabei schau ich doch so gerne Serien und Filme *schnief* Na ja, hab ich im Moment sowieso kaum Zeit für 😉

Kommentar verfassen