Kiwis 11 Monats Update

Baby-11-Monate

Oh weia! Dieses Mal bin ich aber wirklich spät dran mit Kiwis monatlichem Update! Allerdings hat mich die Arbeit an der Bloggerkids-Liste immer ein wenig auf Trab gehalten in der letzten Zeit. Jetzt soll’s dafür dann aber losgehen! Und es hat sich wahnsinnig viel getan.

– Motorik –

Zu diesem Punkt habe ich mir gerade erst einmal das letzte Update durchgelesen und war gleich ganz verwirrt: Stimmt, Kiwi hatte noch vor wenigen Wochen das Problem, dass sie zwar an allem hochkletterte, aber nicht wieder runterkam. Das macht sie mittlerweile so selbstverständlich, dass mir dieser Entwicklungsschritt schon gar nicht mehr bewusst war.

Sie läuft außerdem an allen Dingen, an denen sie sich aufrichtet, sehr sicher entlang und schafft es auch seit kurzer Zeit, sich rein mit der Kraft ihrer Beine in den Stand zu drücken, wenn sie sich nach vorne hin z.B. am Heizkörper abstützen kann. Es ist erst ein paar Tage her, da stand sie dann auch plötzlich völlig frei vor mir, bekam es dann jedoch mit der Angst zu tun und ließ sich wieder hinuntergleiten. Aber ich merke immer mehr, dass sie weniger Unterstützung sucht, wenn sie steht.

Vom (vorwärts) Laufen sind wir aber noch weit entfernt und ich rechne ehrlich gesagt nicht in der nächsten Zeit damit. Sie hat zwar in den letzten Wochen eine enorme motorische Entwicklung mitgemacht, aber man merkt doch immer mal wieder ihre Probleme mit dem linken Bein (auch, wenn sich das bereits deutlich reduziert hat). Auch die Krankengymnastin ist der Meinung, dass wir die Krankengymnastik nach diesem Rezept (es waren glaube ich noch mal 8 Sitzungen) auslaufen lassen können. Das freut uns alle natürlich sehr! 🙂

Ihr „Problem“ mit dem rechten Arm wurde ebenfalls deutlich kleiner. Auch Klatschen kann sie jetzt und applaudiert sich mittlerweile am liebsten selbst, wenn sie etwas gut gemacht hat 😉

Eine weitere große Entwicklung ist das Krabbeln. Kiwi konnte zwar krabbeln, hat aber immer das Robben deutlich bevorzugt. Wir haben das Krabbeln nie „gefördert“, sondern haben sie einfach machen lassen. Da uns bei der letzten Krankengymnastik vor etwa zwei Wochen allerdings der Rat gegeben wurde, ein wenig krabbeln mit ihr zu üben, weil es ihren rechten Arm stärken würde, haben wir das auch getan – mit einem ganz einfachen Trick: Kiwi mag Gras. Zumindest sitzt sie gerne drauf und pflückt Blume um Blume. Wenn sie sich dort jedoch fortbewegen möchte, dann ist sie schon immer gekrabbelt. Ich vermute, es ist ihr am Bauch einfach zu pieksig.

Wir haben deshalb einen schönen Tag ausgenutzt und sind mit ihr in den Garten gegangen. Dort saß ich mit ihr nun aber nicht hauptsächlich an einer Stelle, sondern ich habe die besondere Anziehungskraft meines Schlüssels genutzt und diesen in einiger Entfernung von Kiwi im Gras platziert. Die kleine Maus krabbelte daraufhin immer darauf zu, ich ließ sie eine Zeit lang mit dem Schlüssel spielen und dann deponierte ich ihn wieder woanders. Nach dieser kleinen „Trainingseinheit“, die Kiwi sichtlich genoss und anschließend den ganzen Garten auf eigene Fuß erkundete, schien sich das Bewegungsmuster des Krabbelns so gefestigt zu haben, dass diese 20 Minuten ausreichten und sie von nun auch drinnen krabbelte. Erst nur immer mal wieder, dann war es etwa 50/50 im Vergleich zum Robben und mittlerweile robbt sie eigentlich wirklich nur noch selten durch die Gegend. Faszinierend! 🙂

– Sprache –

Auch hier hat sie einen großen Sprung gemacht. Deutliche Wörter, die zu ihrem Repertoire gehören sind z.B. Mama, Papa, Oma, Kette, ei (für streicheln), da, ja und nein sowie sämtliche Tiergeräusche. Was sie außerdem sagt, aber nur wir verstehen, weil sie ihr „eigenes“ Wort oder eigenes Geräusch dafür benutzt ist z.B. „Tatata!“ (meist im begeisterten Quietschton, gefolgt von Klatschen) für  „Hakuna Matata“ (sie liebt das Lied 😉 ) oder „Bumbum“ für „Blume“. Soooo süß!

Sie schnarcht außerdem, wenn jemand von „schlafen“ redet und gähnt, wenn sie das Wort „müde“ hört. 😀

Besonders faszinierend finde ich aber, was so ein kleiner Mensch bereits alles versteht! Dass wir zu bestimmten Dingen „Nein“ sagen haben wir bereits eingeführt, als sie mit dem Robben begann. Ich finde es aber immer wieder erstaunlich, dass sie z.B. oft an Steckdosen vorbeikrabbelt, an diesen oft innehält, sie ansieht, dann mit dem Kopf schüttelt und „Nein, nein, nein!“ vor sich hinmurmelt. Dann krabbelt sie weiter.

Herzzerreißend war (und ist) die Arbeitswoche meines Mannes jetzt, nachdem seine zweite Elternzeit vorbei ist. Zu Beginn hat Kiwi den ganzen Tag immer und immer wieder nach ihren Papa gefragt. Ich habe ihr dann immer gesagt, dass Papa auf der Arbeit ist und er da mit dem Auto hingefahren ist. Mittlerweile brauche ich nur noch zu sagen „Papa ist auf der Arbeit“ und sie macht automatisch „Brrrr!“ für Auto. Insgesamt fragt sie mittlerweile weniger nach ihrem Papa, aber jedes einzelne Mal bricht es mir fast das Herz. (Kiwipapa selbst fällt das Arbeiten übrigens auch viel schwerer als vorher und wir schicken uns immer fleißig Fotos hin und her)

 

– Schlafen –

Hmmmm… Schlaf ist ein schwieriges Thema momentan. Ihre Einschlafzeit hat sich mittlerweile auf 19 (statt 18) Uhr eingependelt, dafür schläft sie morgens allerdings auch in der Regel bis 8 Uhr. Beim Einschlafen war es früher so, dass es etwa 20 Minuten bis eine halbe Stunde gedauert hat und sie dann schlief. Das ist momentan ein wenig anders. Manchmal brauchen wir ewig, bis sie so tief schläft, dass wir aufstehen und gehen können, manchmal schläft sie super schnell ein. Das ist immer unterschiedlich.

Vor einigen Tagen merkte ich, nachdem wir kurz gekuschelt hatten, dass sie, trotz noch halbwachem Zustand, gar nicht meine Nähe sucht. Ich bin dann probeweise einfach aufgestanden und aus dem Zimmer gegangen – und sie ist tatsächlich einfach eingeschlafen. Das hat mich völlig fasziniert, aber es hat sich nicht wiederholt 😉 Kiwi braucht zum Einschlafen also immer noch unsere Nähe und das ist auch völlig in Ordnung so.

– Ernährung –

Von meinen Kochversuchen berichte ich euch momentan ja schon (der nächste Teil kommt bald, ich versprech’s! 😉 ) und diese Umstellung hängt damit zusammen, dass Kiwi nur noch „breiartiges“ Essen isst, wenn sonst keiner etwas isst. Sobald wir anderes Essen haben als sie, will sie lieber das haben und nichts anderes.

Vieles davon kann sie selbst einfach mit den Händen essen und macht das auch am liebsten.

Beim Trinken sind wir mittlerweile fast ausschließlich auf einen einfachen, stinknormalen Becher umgestiegen. Wir müssen zwar noch immer ein Geschirrhandtuch als „Tropfschutz“ darunter halten, aber sie wird immer geübter darin und trinkt auch liebendgern aus dem Becher.

– Weinen –

Richtig weinen tut sie nur, wenn sie sich wehtut oder wenn sie nachts aufwacht und ihren Schnuller verloren hat. Ansonsten fängt sie an „zu weinen“, wenn sie etwas nicht haben darf, das sie gerne hätte. Die Anführungzeichen deshalb, weil das kein „echtes“ Weinen ist, sondern mehr so eine Art „schimpfen“. Das hält sich allerdings noch in Grenzen, allerdings glaube ich, dass die „Trotzphase“ ziemlich interessant werden könnte 😉

– Charakter –

Ich beschrieb ja schon vor Kurzem, dass Kiwi mittlerweile wesentlich offener und aktiver mit ihren Mitmenschen interagiert als früher. Tatsächlich fängt sie mittlerweile beim Einkaufen sogar damit an, allen möglichen Leuten zuzuwinken (und diese oft begeistert zurückwinken).

Sie ist noch immer total verschmust und braucht diese Art der Zuwendung immer wieder zwischendurch um „Aufzutanken“ (einen tollen Artikel zu den verschiedenen Arten der Aufmerksamkeit und Zuwendung findet ihr übrigens hier – lesenswert!). Beispielsweise waren wir letzten Freitag in einem Eltern-Kind-Kurs, in dem sie sich eine Stunde lang zu 90% der Zeit mit den anderen Müttern und Kindern beschäftigt hat, die restlichen 10% zwischendurch aber immer wieder nutzt, um einmal ausgiebig und innig mit mir zu kuscheln, nur um sich dann wieder auf den Weg zu machen. Total süß 🙂

Was fällt mir sonst noch ein? Sie macht weiterhin gerne Quatsch, liebt unseren Kater und Katzen generell (und das obwohl dieser sie nun schon ein paar Mal gekratzt hat! Ich sitzte bereits an einem weiteren Teil für die Reihe „Katze und Baby„) und ist wahnsinnig gerne draußen im Garten.

—-

Das war’s für dieses monatliche Update! Bald wir Kiwi schon 1 Jahr alt! Wo ist die Zeit nur geblieben? Ich weiß es nicht… Hach ja 🙂 <3

 

4 thoughts on “Kiwis 11 Monats Update

  1. Unsere Zwerge sind sehr ähnlich. Aber sprachlich ist sie echt faul. Jeder ist der „Baba“, und alles ist „Dada“ 🙂 Ansonsten ist alles doch sehr undeutliches Gebrabbel. Nein versteht sie wohl schon, weil sie immer einen kurzen Zwischenstop macht – um dann doch die Finger in die Steckdose zu stecken… Da ist also Potenzial nach oben !

    1. Hihi, dann ist sie wahrscheinlich einfach sehr experimentierfreudig 😉
      Steckdosen sind auch aber echt eine furchtbare Erfindung, sobald man kleine Kinder hat. Warum sind die nicht einfach alle an der Decke angebracht? 😉

  2. Wow, es ist echt immer schön zu lesen wie gut sich Kiwi entwickelt! 🙂 Und bei mir ist es auch so: Manchmal lese ich gar nicht so alte Posts und denke, ach stimmt ja, dies und das konnte die Kleine bis vor kurzem ja noch gar nicht … Und ohne dass man es bemerkt ist der Entwicklungsschritt einfach so an uns vorbeigegangen 😉
    Hach, es geht alles so schnell …

    1. Das stimmt! Wenn ich mir vorstelle, dass sie bald Geburtstag hat, krieg ich das noch irgendwie gar nicht in meinem Kopf zusammen!

Kommentar verfassen