Kiwimama lernt kochen… mit Baby (#1)

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Ich hasse kochen.

Aus den tiefsten Tiefen meiner Seele – ich hasse es. Schon immer.

Ich wollte daher auch noch nie eine Putzfrau – ich wollte immer einen Koch.

Meine Mutter konnte mir früher als Kind alle möglichen Dinge beibringen, die mit dem Haushalt zu tun haben. Bügeln, Wäsche waschen, putzen, Staub wischen, Fenster putzen… ich hab mich sogar mal am Nähen versucht. Aber kochen? No way!

Backen ja – gerne sogar! Aber sobald es an das „richtige“ Essen ging, sobald ich Gemüse schnippeln oder Soßen umrühren, sobald ich Kartoffeln kochen oder Fleisch braten sollte, schaltete ich innerlich auf meinen „Kein Bock“-Modus.

Als ich dann mit 19 von zu Hause aus und mit meinem Mann zusammenzog, hörte ich noch meine Mama besorgt fragen: „Wollen wir nicht ein bisschen zusammen kochen? Jetzt musst du das ja lernen!“

Zähneknirschend hatte ich zugestimmt. Dann jedoch stellte sich heraus, dass mein zukünftiger Ehemann ein begnadeter und leidenschaftlicher Koch ist! Dafür hasst er alles, was mit Wäsche zu tun hat.

Jahrelang hatten wir fortan einen Deal: Ich kümmerte mich um die Wäsche, er um’s Kochen.

Perfekt!

Tja und dann kam Kiwi und ich wusste: Jetzt kommst du nicht mehr drum herum. Irgendwann wirst du kochen müssen!

Tatsächlich jedoch schaffte es mein innerer Anti-Koch-Geist auch hier einen Kompriss zu finden. Als Kiwi damit begann Brei zu essen, kochte ich diesen zwar in der Regel für sie, aber ich bereitete gleich mehrere Portionen zu und fror sie ein. Sieben Mittagessen, ein Mal kochen. Damit konnte ich leben.

Ich selbst aß Mittags meist nur Müsli und etwas Warmes gab es dann, wenn Kiwi abends im Bett lag. Kiwipapa kochte – natürlich 😉

Aber auch da sah ich den drohenden Schatten meines baldigen Kochzwangs schon herannahen. „Kiwi wird nicht für immer Brei essen!“, flüsterte er mir höhnisch zu, doch noch ignorierte ich ihn gekonnt.

Jetzt steht er dafür lachend in seiner ganzen Pracht neben mir und zeigt grinsend mit dem Finger auf mich, wenn Kiwi energisch nach meinem Essen greift. Oder wenn sie genüsslich eine Banane mümmelt. Wenn sie ihren Brei verschmäht und dafür Brot verschlingt.

„Es ist Zeit!“, höre ich seine Stimme flüstern und mir läuft ein kalter Schauer den Rücken hinunter.

„Aber ich will nicht!“, antworte ich kleinlaut, in dem Wissen, dass ich ihm dieses Mal nicht würde entkommen können.

„Aber du musst!“

Und nun stehe ich hier mit eingezogenen Schultern und starrem Blick und weiß – es beginnt.

Meine Kochkarriere muss nun unweigerlich beginnen.

Und damit mein inneres Kochgespenst nun auch wirklich keinen Weg mehr findet, sich irgendwie doch noch aus dieser Verantwortung herauszuwinden, werde ich meinen Weg zur Köchin für euch verbloggen (vermutlich am Ende der Woche als Zusammenfassung). Denn die Herausforderung ist ja nicht nur, sich zum Kochen zu überwinden.

Die wahre Herausforderung ist nicht mal einen Meter groß, hält gerade ihren Mittagsschlaf und bekommt vorzugsweise gegen 12 Uhr ziemlich schlechte Laune, wenn sie nichts zu essen bekommt. Sie mag es außerdem um diese Zeit gar nicht, wenn Mama oder Papa in der Küche herumwerkeln und ihr nicht genügend Aufmerksamkeit schenken.

Ich sehe mich in der nächsten Woche also schon schweißgebadet in irgendwelchen Töpfen rühren, während Kiwi quengelnd an meinem Bein hängt und die Bude auseinander nimmt…

Freut euch also auf das Ende der nächsten Woche! Ich glaube, ihr werdet etwas zu Lachen haben 😉

5 thoughts on “Kiwimama lernt kochen… mit Baby (#1)

  1. Hihi, das geht mir ähnlich. Ich koche zwar nicht so ungern, aber sich jeden Mittag in die Küche zu stellen um dann um 12 Uhr was Warmes auf den Tisch zu bringen…? Nee, das passt nicht zu mir.

    Die Brei-Zeit war super, denn wie du schon sagst: Einmal kochen und dann kleine Portionen einfrieren, die man dann schnell warm machen kann, wenn das Baby hungrig ist. Denn das kann hier zwischen 11 und 13 Uhr jederzeit der Fall sein.

    Aktuell klappt hier der Übergang folgendermaßen: Es gibt mittags wie gehabt den vorgekochten, aufgetauten Gemüsebrei, aber etwas weniger als bisher. Denn dazu gibt es frisch gekocht ein paar Nudeln oder Kartoffeln. Das krieg ich also schonmal hin. 🙂 Der Kringel isst dann also selbstständig seine Nudeln oder Kartoffeln und bekommt zusätzlich Brei. Er ist da ganz unkompliziert und ich kann mich langsam damit anfreunden, mittags kochen zu müssen. Notfalls schmecken ja auch Nudeln vom Vortag… 😉

    1. Das ist auch eine sehr gute Möglichkeit! Die merk ich mir auf jeden Fall! Aber ich bin ja froh, dass es noch mehr Leute gibt, die Kochen nicht ganz so prall finden 😉

    2. Ja, besonders, wenn das Essen dann mittags frisch auf dem Tisch stehen soll, finde ich das (mit Baby) schwierig zu organisieren und dann nimmt der Stress schonmal den ganzen Spaß.

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