Kiwimama lernt kochen #3 – Dann eben nicht! (#Familienmoment)

Baby-Kochen

Mein #Familienmoment hat etwas mit den aktuellen Kochbemühungen von Kiwimama zu tun, die sich diesem Thema mit viel Herzblut, aber wenig eigener Motivation widmet. Ich finde es toll, wie sie jeden Tag versucht, Kiwi ein Mahl auf den Tisch zu zaubern, obwohl sie – wie sie selbst sagt – das Kochen eigentlich verabscheut 😉

Seit Kiwi jedoch alles essen möchte was wir auch essen und inzwischen auch bei Kaffee begeistert nach dem Becher greift, hat Kiwimama beschlossen diesem Wunsch nachzukommen und familientauglich zu kochen (also keinen Kaffee 😉 ), während ich zu der Zeit in der Regel arbeiten muss. Ich durfte gestern Abend allerdings live dabei sein, wie die nächste kulinarische Kostbarkeit für unsere kleine Kiwi entstand. Doch um ein Haar wäre es nie so weit gekommen! Lest selbst wie wir es doch noch geschafft haben, das Mittagessen von Kiwi zu retten. Da wir dabei – und auch im Nachhinein – noch viel Spaß hatten, möchte ich den Abend gerne durch den #Familiemmoment mit euch teilen. Schaut euch auch gerne die weiteren #Familienmomenten beim Blog von Küstenkidsunterwegs an.

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Ich räumte ein bisschen in der Küche rum, während Kiwimama lustlos und demotiviert im Kochbuch blätterte.

„Was koche ich denn morgen mal?“ *Blätter* *Blätter* „Hmm… Ich will das schonmal vorkochen.“

Von wollen konnte eigentlich keine Rede sein, doch Kiwimama hatte aus den Erfahrungen vom Vortag gelernt und wollte möglichst wenig dem Zufall überlassen. Dennoch ist das Kochen einfach nicht ihr Ding, auch wenn sie sich fest vorgenommen hat, sich für Kiwi in das Thema einzuarbeiten. Also blätterte Sie weiter und brachte nach einigen Minuten ein „Haben wir noch Tomaten?“ hervor.

Das Rezept ihrer Wahl stammt aus dem Buch „Kochen für Babys – Gesundes Essen einfach selbst zubereiten“ von Sonja Sammüller. Es handelt sich um Nudeln mit einer selbstgemachten Tomatensauce. Man braucht dazu Tomaten, Tomatenmark, Zucker und eigentlich frischen Basilikum. Da Letzterer aber eher unter die Kategorie Würzen/Kräuter fällt und somit nicht zwingend benötigt wird, hatte Kiwimama ihn schon unbewusst aus ihrer Saucenkreation ausgeschlossen.

„Ja, wir haben noch welche im Kühlschrank“, sagte ich, während ich den Geschirrspüler ausräumte. Kiwimama machte sich also auf und holte zwei Pakete mit Tomaten hervor. Als sie das erste davon öffnete – es waren noch drei Tomaten übrig – fiel ihr auf, dass der Inhalt schon ziemlich matschig und eine sogar schimmelig waren.

„Na toll, die ist schon schimmelig, was mache ich denn jetzt?“, grummelte sie vor sich hin.

„Brauchst Du denn alle? Das sind ja ziemlich viele Tomaten. In einer Packung sind 500g.“

Seufzend blätterte sie im Buch.

„Nee, das Rezept ist für vier Personen. Dann reichen wohl auch die Tomaten aus der anderen Packung.“

Auch diese war schon geöffnet. „Die sind auch schon schimmelig!!!

„Zeig mal!“ Ich war sehr verwundert, da wir die zweite Packung noch gar nicht so lange hatten. Auf einer der beiden Tomaten war ein winziger kleiner Fleck  zu sehen. „Ach, das ist nur so ein bisschen oberflächlich„, sagte ich und wischte das weiße Etwas mit dem Daumen runter.

Ich war wirklich fest davon überzeugt, dass der kleine Fleck die Saucenpläne nicht durchkreuzen würde. Doch Kiwimama war alarmiert. Nichts hätte sie noch davon abbringen können, diese Tomaten sofort im Biomüll verschwinden zu lassen.

Sofort wurde aus der anfänglichen zumindest noch halb vorhandenen Motivation bei Kiwimama… Resignation. Schließlich wurde die Tomatensauce ihrer Grundlage beraubt und alle schon so schön ausgemalten Pläne von einem harmonischen Mittagessen im Italien-Flair verschwanden in der braunen Tonne. Zum Einkaufen war es außerdem auch schon zu spät, die Geschäfte hatten zu. Meine Frau saß also mit verschränkten Armen auf einem Küchenstuhl. Eine schwarze Gewitterwolke schwebte grollend über ihrem Kopf. Vermutlich ärgerte sie sich schon darüber, dass Kiwi morgen unseren selbstgemachten eingefrorenen Back-Up-Brei würde essen müssen, obwohl die liebe Kiwimama sich ja eigentlich für diese Woche etwas anderes vorgenommen hatte.

Dann eben nicht!“ knurrte sie vor sich hin.

„Und nun?“ fragte ich.

„Wir haben ja keine Tomaten“, erwiderte mein Gegenüber genervt und ein wenig trotzig.

„Aber wir haben bestimmt noch andere Sachen, die man kochen kann!“

*Schulterzucken*

Ich schaute also bei unseren Vorräten noch einmal nach rezitierte, was sich noch so an möglichen Zutaten auftreiben ließ. Doch nichts konnte Kiwimama wieder annähernd in Kochlaune bringen. Die Kochpläne waren gescheitert – was soll also der Quatsch? Ich musste ein wenig grinsen als ich sie da so beleidigt sitzen sah und dachte noch einmal nach.

„Du musst die Tomaten doch sowieso klein machen und pürieren. Gehen dann nicht auch Dosentomaten?“

„Da ist doch bestimmt noch was anderes als Tomaten drin!“

Ich prüfte also zum ersten Mal in meinem Leben die Zutatenliste von Dosentomaten und war froh darüber, dass wir zwei verschiedene Sorten hatten, denn in einer waren tatsächlich noch Salz und Co. versteckt. Die andere jedoch war 100% Tomate und wurde Kiwimama triumphierend unter die Nase gehalten. Das Essen war gerettet, die Kochpläne wieder in der Spur und Kiwimama stand seufzend auf, um sich nun doch noch ans Werk zu machen. Zwar hatte sie noch immer keine Lust aber zumindest eine Idee, wie es nun gemacht werden konnte.

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Legenden zufolge sind die Nudeln am nächsten Tag nicht angebrannt und die Sauce wurde in der Mirkowelle erfolgreich erhitzt. Zwar war Kiwi beim Warten auf das Essen nicht so zufrieden, doch Schneebesen, Topf, ein paar ungekochte Nudeln und ein gemeinsames „Rühr, Rühr, Rühr“ gaben Kiwi das Gefühl auch eine kleine Meisterköchin zu sein und stimmten sie gnädig. Das Essen schmeckte ihr ebenfalls sehr gut, sodass es bestimmt nochmal gekocht wird. Dann vielleicht sogar mit richtigen Tomaten und diesem Basi-Dingsda-Zeug. 🙂

4 thoughts on “Kiwimama lernt kochen #3 – Dann eben nicht! (#Familienmoment)

  1. Sehr schön. Sehr schön.Ich sehe Frau Kiwimama wird doch noch eine 5-Sterne-Köchin! Übrigens sind Dosentomaten meistens sogar vitaminreicher als Frische, da sie immer zur besten Zeit geerntet werden. Das zumindest hab ich mal gelesen 😉
    Also, ich sehe jetzt schon unsere rosige Zukunft: Kiwimama wird eine erfolgreiche Kochbuchautorin und ich folge ihrem Rat und schreibe einen genialen Erziehungsratgeber. Man, wir werden die Bestseller-Listen rocken.

    1. Die Bücher werden der Knaller! Die Cover musst du dann aber gestalten! 😉
      Das mit den Dosentomaten ist gut zu wissen, erspart ja schonmal viel Arbeit, hrhr! 😀

  2. Klasse! Ich verfolge Eure Kochbemühungen schon eine Weile und bin ebenso wie Nätty der Überzeugung, dass das noch ganz toll wird 🙂 Für den Koch- ebenso wie für den Erziehungsratgeber stelle ich mich gerne als Rezensentin zur Verfügung 🙂

    Nein, ehrlich, ich finde es bewundernswert, wenn man sich dem kleinen Wesen zuliebe mit etwas auseinandersetzt, was einem eben nicht so liegt. Also nur Mut und weiter so! Wir kommen dann demnächst mal zum Essen – und uns reichen auch 4 Sterne 😉

    Guten Appetit wünscht
    Küstenmami

    1. Sehr gut, du bekommst dann natürlich als erste unsere Rezensionsexemplare zugeschickt 😉

      Oha! Wenn ihr zum Essen kommen wollt, muss ich aber vorher noch ein wenig üben. Ich weiß, es fehlt bei mir ja nicht mehr viel bis zur absoluten Perfektion, aber vielleicht noch ein ganz kleines bisschen 😉

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