Endlich durchatmen!

Rückblick Teil III

 

– Schwangerschaftsrückblick Teil III –

Ich berichtete ja bereits vom legendären Wendepunkt in Punkto Übelkeit. Eigentlich hätte ich mir das Datum rot im Kalender ankreuzen müssen, aber wenn ich mich recht entsinne, begann sie gegen Ende des zweiten Trimesters zu verschwinden.

Und ich konnte es endlich genießen, schwanger zu sein!

Zwar kamen neue Wehwehchen wie Sodbrennen dazu, aber alles war besser als das, was ich in den vorherigen Monaten durchgemacht hatte. Das hatte zur Folge, dass ich meiner Frauenärztin immer freudestrahlend von meinen aktuellen „Beschwerden“ erzählte und anschließend immer hinzufügte: „Aber keine Übelkeit!“.

Und so wurde mein Bauch runder, ich zufriedener und wir begannen mit der Anschaffung der Erstausstattung. So sehr hatte ich mich auf den ersten Besuch im Babyladen gefreut, bei dem wir auch tatsächlich etwas kaufen wollten. Ich war ganz aufgeregt, als ich den Laden betrat und irgendwie auch stolz, diesen als „richtiger Kunde“ zu betreten. Mein Bauch fühlte sich an wie eine Art Eintrittskarte in die Welt der Babyausstattung. Ob Kiwi wohl irgendeine Ahnung hatte, wie viel Spaß es mir machte, alles für ihre Ankunft vorzubereiten?

Kein Wunder, dass wir Kinderzimmermöbel um Kinderzimmermöbel begutachteten und befühlten, bevor wir uns schließlich nach langer Zeit für eins entscheiden konnten. Kiwis Zimmer wurde gestrichen, nachdem ich eine ganze Woche Tag für Tag über die richtige Farbe grübelte und nach und nach alle anderen Einrichtungs- und natürlich Dekogegenstände angeschafft. Ein Name für Kiwi war schon längst gefunden, das hatten wir erstaunlich schnell und unkompliziert geschafft, aber verraten wurde er noch niemandem.

Je mehr Tage verstrichen, je deutlicher ich Kiwi auch in meinem Bauch zu spüren begann – zu süß, wenn sie Schluckauf bekam! – und je weiter unsere Vorbereitungen voranschritten, umso entspannter wurde ich. Beim Gedanken an Kiwi überkamen mich nun immer weniger Zweifel und immer mehr Freude. Manchmal kribbelte es richtig, wenn ich mir vorstellte, sie in meinen Armen zu halten. Meinen Bauch trug ich stolz umher und gönnte mir nun auch ein paar Teile der „obercoolen“ Schwangerschaftsmode, die ich zuvor immer im Internet betrachtet hatte.

Auch das dritte Trimester verlief unproblematisch. Natürlich war der Bauch irgendwann so groß, dass es schwierig wurde, sich zu bewegen und natürlich kamen andere Beschwerden hinzu, aber solange die Übelkeit nicht zurückkehrte, war ich sehr entspannt. Kiwi wuchs und gedieh prächtig und ich fühlte mich noch immer voller Energie und Tatendrang.

Dieses Hochgefühl hielt etwa bis drei bis vier Wochen vor der Geburt.

Kommentar verfassen