Das Ende der Elternzeit – für Papa!

Papa beim Wickeln
Papa beim Wickeln

Heute endet die Elternzeit von Kiwipapa und ich bin das erste Mal den ganzen Tag allein mit Kiwi zu Hause (meine eigene Elternzeit dauert zwei Jahre). Ich muss gestehen, in den ersten paar Wochen nach der Geburt, graute es mir ein wenig vor diesem Tag. Ich hatte Angst, das alles nicht allein bewältigen zu können. In den letzten zwei Wochen hat sich allerdings ein Gefühl von Alltag und Routine aufgebaut, wir haben uns alle besser kennengelernt und ich bin der Meinung, einschätzen zu können, warum sie weint und wie ich sie zufrieden stelle. Tatsächlich haben wir heute – mit Unterbrechungen zum Stillen natürlich – sogar bis 9 Uhr geschlafen, wir waren schon spazieren und ich komme sogar zum bloggen. Ganz entspannt eigentlich bisher 🙂 (mal sehen wie lange noch 😉 )

Auch wenn jetzt alles viel besser klappt, ohne die Elternzeit meines Mannes wäre ich glaube ich sehr schnell an meine Grenzen gestoßen. Zwei Monate war er jetzt zu Hause gewesen.

Tatsächlich versuchten wir, uns die „Arbeit“ mit Kiwi 50/50 aufzuteilen. Da ich viel Zeit mit dem Stillen und Trösten verbrachte, übernahm Kiwipapa das Wickeln und irgendwann auch die täglichen Spaziergänge. Diese Zeit war mir besonders heilig, denn ich konnte sie nutzen, um ein wenig im Haushalt zu tun oder mich einfach mal zu entspannen. Das Spielen und Kuscheln mit Kiwi teilten wir uns natürlich 😉

Da wir zu zweit waren, klappte der Haushalt sogar ziemlich gut. Ich kam zum Waschen, Bügeln, Putzen und Aufräumen und es sah hier tatsächlich meist ganz gut aus. Wenn ich mich heute umschaue, merke ich schon, dass das nicht so easy bleiben wird 🙂

Kiwipapa konnte außerdem einkaufen gehen oder andere Dinge, die so anfielen erledigen, für die man irgendwo hinfahren musste. Natürlich hätte man Kiwi auch jedes Mal mitnehmen können, aber so war es dann doch etwas entspannter. Luxus war außerdem die Tatsache, dass ich mich morgens ganz entspannt für den Tag fertigmachen konnte. Die Zeit nutzte ich immer, um im Bad laut Musik zu hören, zu duschen und mich anzuziehen, während Kiwi von ihrem Papa bespaßt wurde.

Bevor diese zum Ende hin doch eher entspannte Zeit nun endete, wollte ich einen Probelauf machen. Deshalb hatte mein Mann am Anfang der Woche einen Tag „frei“ und konnte Sport machen, ein bisschen am Computer daddeln oder einfach mal schlafen, während ich mich um Kiwi kümmerte. Dabei kamen einige rein organisatorische Dinge zum Vorschein, die ich mir gleich für heute merken konnte. Z.B. spuckt Kiwi ihren Schnuller manchmal aus und der fällt aus der Wiege auf den Boden. Zu zweit kein Problem, holt eben einer einen neuen Schnuller von unten. Alleine allerdings ziemlich doof, denn wenn Kiwi ihren Schnuller ausspuckt, ist sie meist auch schlecht gelaunt und man möchte sie dann natürlich nicht alleine lassen. Also steht ab heute eine kleine Box mit Reserveschnullern an ihrem Bett 🙂

Das Fertigmachen im Bad war während meines Probelaufs tatsächlich sehr stressig. Ich nahm das Babyphone mit und weil ich einfach nicht auf meine morgendliche Dusche verzichten wollte, stellte ich es auf einen Schrank, ließ eine Seite der Kabine auf und starrte ununterbrochen auf das Babyphone. Denn das Gute an unserem Babyphone ist, dass blaue Lämpchen leuchten, sobald ein Geräusch festgestellt wird. An dieser Stelle muss nicht erst erwähnt werden, dass die zuvor friedlich schlafende Kiwi natürlich genau in diesem Moment wach wurde und zu weinen begann. Logisch. War nicht anders zu erwarten 😉

Unsere neu entwickelte Lösung sieht daher vor, dass ich vor Kiwipapa aufstehe und dusche. Dann kann er noch über Kiwis Schlaf wachen. Danach steht er auf, macht sich fertig, ist so nett mir Frühstück zu machen und ins Schlafzimmer zu bringen, isst dann selbst und fährt zur Arbeit. So bleibt mir meine heilige Morgendusche erhalten 🙂

Ach ja, ich werde die Hilfe zu Hause vermissen. Und die Zeit zu dritt ging eigentlich viel zu schnell vorbei! Deshalb mein Tipp an alle werdenden Mamas: Elternzeit eures Mannes lohnt sich! Insbesondere in den ersten Wochen werdet ihr über die Hilfe glücklich sein!

Kiwipapa hat sich die zwei Monate Elternzeit übrigens aufgeteilt. Einen Monat direkt nach der Geburt, danach kam dann sein Jahresurlaub und einen Monat nimmt er nächstes Jahr im Frühling, wenn Kiwi schon etwas älter ist und wir vielleicht unseren ersten gemeinsamen Urlaub machen wollen. Darauf freue ich mich jetzt schon! 🙂

2 thoughts on “Das Ende der Elternzeit – für Papa!

  1. Das ist echt schön, dass du deinen Mann zur Unterstützung so lange bei dir zuhause hattest =) Gerade die ersten zwei Monate habe ich als am anstrengendsten empfunden. Leider musste mein Mann schon nach einer Woche Urlaub wieder zur Arbeit, da kam mein erster ,,Mama auf sich allein gestellt Tag“ etwas früher 😀 Aber naja, wir Mütter schaffen das schon =) Die Alltagsfragen rund um Duschen, Haushalt und co. pendeln sich ja meist nach einiger Zeit zum Glück etwas besser ein =)

  2. Hallo Katharina,

    oh man, das stell ich mir wirklich sehr anstrengend vor. Hut ab, dass du das geschafft hast! 🙂
    Ich hab jetzt die erste „ganze“ Woche am Stück hinter mir alleine zu Hause (bis abends natürlich) und es schlaucht wirklich enorm. Aber irgendwie pendelt sich alles langsam ein, da hast du recht. Tschaka! Wir schaffen das alles! 😉

    Liebe Grüße
    Kiwimama

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