Verpatzter Stillstart … und trotzdem Happy End!

Flasche

 

Kiwis und mein Stillstart war sicherlich alles andere als optimal. Dabei wollte ich doch unbedingt stillen! Das hatte ich mir fest vorgenommen. Letztendlich hat es aber doch geklappt – dank meiner Hebamme! Aber von vorne:

Das erste Problem bestand darin, dass unter der Geburt irgendwann ein Kaiserschnitt gemacht werden musste. Das hatte zur Folge, dass Kiwi zum Papa kam, während ich genäht wurde. Und ich muss ehrlich sagen, ich bin dem Krankenhaus noch immer etwas böse, denn – vermutlich, weil die Hebamme wusste, dass das Nähen einige Zeit in Anspruch nimmt – Kiwi wurde einfach eine Flasche mit Pre Nahrung gegeben. Schon bevor sie zum Kiwipapa kam.

Davon wusste ich nichts und war nur ein wenig enttäuscht und traurig, als ich endlich zu ihr kam und sie keinerlei Interesse daran hatte zu trinken. Wenn ich denn überhaupt gewusst hätte, was ich tun soll. Denn bei meiner Rückkehr in den Kreißsaal wurde sie mir gegeben und die Hebamme ging dann irgendwann mit den Worten „Jetzt können Sie ja mal versuchen zu stillen. Wenn’s Probleme gibt einfach melden.“ …WEITERLESEN…

„You know nothing, Kiwimama!“

Game of Thrones

– Die ersten Tage mit Baby Teil 2 – 

Tatsächlich hielt diese extreme Angespanntheit etwa die ersten drei Tage an. Ich konnte kaum schlafen, so viele Gedanken machte ich mir. Kiwi wollte dauernd gestillt werden (teilweise schon wieder nach 10 oder 20 Minuten, auch in der Nacht) und ich bekam kaum Schlaf. Ich war so übermüdet, dass es mir teilweise schwer fiel, ganze Sätze zu bilden. Etwas besser wurde es, als ich anfing, meine Sorgen auch zu äußern.

Mein Mann konnte mich im ersten Moment so gar nicht verstehen und ich war verwirrt, dass er nicht genau so dachte wie ich. Unsere Gespräche sahen in etwa so aus:

„Und wenn ich zum Arzt muss?“

„Dann fahren wir zum Arzt.“

„Und was ist mit Kiwi?“

„Die nehmen wir mit.“

„Und wenn sie weint?“

„Dann füttern wir sie.“ (Zu diesem Zeitpunkt weinte Kiwi tatsächlich nur dann, wenn sie Hunger hatte 😉 )

„Und wenn ich nicht stillen kann?“

„Dann geben wir ihr die Flasche.“

So ging es noch einige Zeit weiter und Kiwipapas nüchterne Antworten auf meine Fragen brachten mich irgendwann zum Lachen. Meine Güte, sonst war ich gar nicht so unsicher, aber seit Beginn der Schwangerschaft überkamen mich immer wieder Phasen der völligen Hilflosigkeit, die ich überhaupt nicht von mir kannte. Was so ein kleines Menschenkind aber auch mit einem anstellen kann!

Und dann kam er – der Tag der Tage! …WEITERLESEN…

Aufbruch aus dem Krankenhaus

– Die ersten Tage mit Baby – Teil 1 – 

Da standen wir also. Die Sachen gepackt und im Auto verstaut, alles Organisatorische erledigt, sich von allen verabschiedet und Kiwi im Maxi Cosi – leicht skeptisch schauend – vor uns auf dem Tisch.

Tja, und jetzt?

Zeit, das Krankenhaus zu verlassen und nach Hause zu fahren. Der Moment, auf den ich mich schon so gefreut hatte. Aber irgendwie war es nicht so, wie ich erhofft hatte. Das lag teilweise auch an der Tatsache, dass unter der Geburt unerwartet ein Kaiserschnitt gemacht werden musste (dazu mehr in den Schwangerschafts- und Geburtsrückblicken) und ich nicht so fit war wie erhofft, aber vor allem mischte sich noch ein Gefühl mit ein: Unsicherheit. Eigentlich hatte ich gehofft, dass meine ängstliche und unsichere Phase mit dem Ende der Schwangerschaft vorbei sein würde. Aber irgendwie schien dies nicht der Fall zu sein.

Der Kiwipapa schnappte sich den Maxi Cosi und trug ihn wie ein rohes Ei neben sich her – immer darauf bedacht, nirgendwo gegen zu stoßen. Ich trottete langsam neben den beiden her, hatte dabei aber noch ziemlich mit der Narbe zu kämpfen. Draußen angekommen regnete es: Und wir hatten weder Regenschirm noch richtige Decke für Kiwi (dafür musste eins meiner Stilltops herhalten). Das Auto stand noch ein wenig entfernt.

„Geh du schon mal mit ihr zum Auto“, sagte ich sofort, weil ich wusste, dass ich nicht so schnell laufen konnte und nicht wollte, dass Kiwi nass wird. „Sicher?“, mein Mann klang skeptisch. Ich nickte nur und scheuchte ihn los. Ich selbst schlich hinterher – etwa in der Geschwindigkeit eines Zombies (nicht die schnelle Sorte aus 28 Days later, sondern die langsame aus The Walking Dead). Trotzdem so schnell, wie ich in der ganzen Zeit im Krankenhaus nicht gelaufen war. …WEITERLESEN…