„You know nothing, Kiwimama!“

Game of Thrones

– Die ersten Tage mit Baby Teil 2 – 

Tatsächlich hielt diese extreme Angespanntheit etwa die ersten drei Tage an. Ich konnte kaum schlafen, so viele Gedanken machte ich mir. Kiwi wollte dauernd gestillt werden (teilweise schon wieder nach 10 oder 20 Minuten, auch in der Nacht) und ich bekam kaum Schlaf. Ich war so übermüdet, dass es mir teilweise schwer fiel, ganze Sätze zu bilden. Etwas besser wurde es, als ich anfing, meine Sorgen auch zu äußern.

Mein Mann konnte mich im ersten Moment so gar nicht verstehen und ich war verwirrt, dass er nicht genau so dachte wie ich. Unsere Gespräche sahen in etwa so aus:

„Und wenn ich zum Arzt muss?“

„Dann fahren wir zum Arzt.“

„Und was ist mit Kiwi?“

„Die nehmen wir mit.“

„Und wenn sie weint?“

„Dann füttern wir sie.“ (Zu diesem Zeitpunkt weinte Kiwi tatsächlich nur dann, wenn sie Hunger hatte 😉 )

„Und wenn ich nicht stillen kann?“

„Dann geben wir ihr die Flasche.“

So ging es noch einige Zeit weiter und Kiwipapas nüchterne Antworten auf meine Fragen brachten mich irgendwann zum Lachen. Meine Güte, sonst war ich gar nicht so unsicher, aber seit Beginn der Schwangerschaft überkamen mich immer wieder Phasen der völligen Hilflosigkeit, die ich überhaupt nicht von mir kannte. Was so ein kleines Menschenkind aber auch mit einem anstellen kann!

Und dann kam er – der Tag der Tage! …WEITERLESEN…

Aufbruch aus dem Krankenhaus

– Die ersten Tage mit Baby – Teil 1 – 

Da standen wir also. Die Sachen gepackt und im Auto verstaut, alles Organisatorische erledigt, sich von allen verabschiedet und Kiwi im Maxi Cosi – leicht skeptisch schauend – vor uns auf dem Tisch.

Tja, und jetzt?

Zeit, das Krankenhaus zu verlassen und nach Hause zu fahren. Der Moment, auf den ich mich schon so gefreut hatte. Aber irgendwie war es nicht so, wie ich erhofft hatte. Das lag teilweise auch an der Tatsache, dass unter der Geburt unerwartet ein Kaiserschnitt gemacht werden musste (dazu mehr in den Schwangerschafts- und Geburtsrückblicken) und ich nicht so fit war wie erhofft, aber vor allem mischte sich noch ein Gefühl mit ein: Unsicherheit. Eigentlich hatte ich gehofft, dass meine ängstliche und unsichere Phase mit dem Ende der Schwangerschaft vorbei sein würde. Aber irgendwie schien dies nicht der Fall zu sein.

Der Kiwipapa schnappte sich den Maxi Cosi und trug ihn wie ein rohes Ei neben sich her – immer darauf bedacht, nirgendwo gegen zu stoßen. Ich trottete langsam neben den beiden her, hatte dabei aber noch ziemlich mit der Narbe zu kämpfen. Draußen angekommen regnete es: Und wir hatten weder Regenschirm noch richtige Decke für Kiwi (dafür musste eins meiner Stilltops herhalten). Das Auto stand noch ein wenig entfernt.

„Geh du schon mal mit ihr zum Auto“, sagte ich sofort, weil ich wusste, dass ich nicht so schnell laufen konnte und nicht wollte, dass Kiwi nass wird. „Sicher?“, mein Mann klang skeptisch. Ich nickte nur und scheuchte ihn los. Ich selbst schlich hinterher – etwa in der Geschwindigkeit eines Zombies (nicht die schnelle Sorte aus 28 Days later, sondern die langsame aus The Walking Dead). Trotzdem so schnell, wie ich in der ganzen Zeit im Krankenhaus nicht gelaufen war. …WEITERLESEN…

Ich bin schwanger! … echt jetzt?

– Schwangerschaftsrückblick Teil I –

„Na gut, dann mach ich halt mal nen Test.“, dachte ich völlig unenthusiastisch, nachdem ich nun doch schon ein paar Tage „drüber“ war.

Dazu muss ich sagen: Ich hatte mir BEVOR wir tatsächlich damit begonnen hatten zu üben bestimmt vier oder fünf Mal in unserer Beziehung (dieses Jahr sind es 10 Jahre) eingebildet schwanger zu sein, obwohl es „in der Theorie“ gar nicht hätte sein können – und es auch nicht war. Meine eingebildeten Schwangerschaften versorgten mich dabei stets mit allerlei Schwangerschaftssymptomen, die allerdings nach jeden negativen Test sofort wieder verschwanden. „Ich wollte ja eigentlich auch noch gar kein Kind“, ging es mir dabei immer irgendwie tröstend durch den Kopf. Und auch der Kiwipapa schien immer etwas enttäuscht.

Warum wir nicht einfach loslegten, wenn wir doch beide gern ein Kind wollten? Dazu sind wir zu große Vernunftsmenschen. Schule, Studium, gesicherter Job und ein Jahr arbeiten – das waren unsere Voraussetzungen für ein gemeinsames Kind (geheiratet wurde zwischen Phase 2 und 3 auch noch 🙂 ). Tatsächlich haben wir auch beide unser Bestes gegeben, um dieses Ziel so schnell wie möglich zu erreichen.

Und jetzt war es also soweit. Ich war 27, mein Mann 29, unsere Ziele waren erreicht, wir legten los. Und von den erwarteten „Scheinschwangerschaftssymptomen“ (davon ging ich fest aus) merkte ich – nichts.

Weder war mir übel oder schwindelig, ich war nicht müdig oder launisch, mein Bauch fühlte sich völlig normal an. Ich war so felsenfest davon überzeugt NICHT schwanger zu sein, dass ich den Test immer weiter hinauszögerte, weil ich mir albern vorkam. Beim ersten Versuch wird’s doch sowieso nicht gleich geklappt haben, dachte ich mir. Nur der Kiwipapa wurde langsam ungeduldig und äußerte zu meinem Erstaunen immer wieder, wie fest er davon überzeugt ist, dass es geklappt hat (typisch Mann! 😉 ).

Also schlurfte ich nach oben ins Bad. Ganz gelassen, ganz ruhig und ein bisschen stolz darauf, die ganze Sache dieses Mal so „cool“ anzugehen. Ich machte den Test in aller Ruhe, legte den Streifen auf das Waschbecken und sah auf die Uhr. Ich wusste, was nun kommen würde: 5 Minuten sollte ich waren. Ich würde das Bad verlassen, um zu warten, aber immer wieder hineinrennen und auf den Streifen schauen. Ich würde hibbelig hin und her laufen, mit Kiwipapa alle „Was-wäre-wenn“s durchgehen und dann nach den fünf Minuten irgendwie eine Linie mit meinen Augen in diesen dämlichen Streifen brennen wollen. …WEITERLESEN…

Strahlende Schwangere und juckenden Zehen

Ich bin ehrlich – als mein Mann und ich das „Projekt Baby“ angehen wollten, hatte ich, wie wohl fast jede noch kinderlose Mama-to-be, in etwa das gleiche Bild bei dem Begriff „Schwangerschaft“ vor Augen.

Ich sah mich als eine strahlende, Liebe und Wärme versprühende, innerlich ruhende und stets gut gelaunte Frau, die süße Strampler und stylische Kinderwagen shoppt, haufenweise Babykurse besucht, sich so gesund wie noch nie in ihrem Leben ernährt, immer die neueste Schwangerschaftsmode trägt und Ratgeber verschlingt, um auch ja auf alles gut vorbereitet zu sein.

… na ja 🙂 …WEITERLESEN…